Mobile Endgeräte: In fünf Jahren Verdoppelung der Verkäufe

posted 29.12.2009 by Nelli

Kurz vor Jahresende noch ein paar spannende Zahlen von ABI Research: Im Jahr 2009 wurden insgesamt circa 1,2 Milliarden mobile Geräte ausgeliefert. Diese Zahl umfasst Handys, MIDs (Mobile Internet Devices), Netbooks, Mobilfunkmodems (unter anderem Surfsticks), mobile Unterhaltungselektronik sowie andere drahtlose Endgeräte. Bis 2014 wird sich laut ABI Research die Menge der abgesetzten Geräte nahezu verdoppeln und bei 2,25 Milliarden Stück liegen.

“In den nächsten fünf Jahren werden wir eine Veränderung bei der Verteilung auf die unterschiedlichen Typen von mobilen Geräten beobachten”, so Analyst Michael Morgan. “Während heute noch Wireless Handsets dominieren, wird der Anteil von Mobilfunk-Modems und weiteren mobilen Geräten stark zunehmen.” Dieser Trend habe sich bereits in den Jahren 2008 und 2009 abgezeichnet.” Handys wachsen mit nur noch vier Prozent jährlich, während Mobilfunk-Modems und ultramobile Geräte bei 40 respektive 67 Prozent Wachstum liegen. Diese neueren Kategorien bieten hochattraktive Gewinnchancen für die Betreiber.

Die Konkurrenz für herkömmliche Mobilfunkgeräte wird demnach immer stärker. Neue Technologien sind teilweise schon verfügbar, und es fehlt nur noch an Geschäftsmodellen, um sie auf den Markt zu bringen. Das wird für einige Betreiber bedeuten, dass sie ins Niedrigpreissegment gehen müssen. Um die neuartige Geräte auf den Märkten erfolgreich zu machen, ist dagegen noch einiges zu tun was etwa Definition von UPS (Unique Selling Points), Marketingstrategien oder aber Abrechnungsmodelle angeht.

Mobile Endgeräte: Siegeszug der Mehrkern-Prozessoren

posted 11.12.2009 by Nelli

Das Marktforschungsunternehmen In-Stat hat nun eine Studie veröffentlicht, der zufolge das Jahr 2010 ein Schlüsseljahr für die Verwendung von Mehrkern-Prozessoren (Multi-Core CPUs) in Smartphones und Netbooks sein wird. 2011 wird dann das Jahr der MIDs und Ultra Mobile PCs (UMPCs), während Unterhaltungselektronik  (CE-Geräte) die Jahre 2012 und 2013 bestimmen werden.

In 2013 werden demnach 88 Prozent aller mobilen Endgeräte mit Mehrkern-Prozessoren ausgestattet sein. Einen zweiten Hardware-Trend macht In-Stat bei den Grafikprozessoren aus. Hiervon werden insbesondere Smartphones, MIDs, UMPCs und mobile Unterhaltungsgeräte betroffen sein.

multi-core

Der Markt für Merchant Processing Solutions in mobilen Endgeräten wird bis 2013 mit durchschnittlich 22,3 Prozent wachsen, auf ein Volumen von dann 775 Millionen verkauften Einheiten. Der Wettbewerb in dem Segment mobile Halbleitertechnik wird sich mit der Einführung von  neuen Multikern-Prozessoren für sowohl ARM- als auch x86-Archtiekturen ab Ende 2009 verschärfen.

Die aktuellen Forschungsergebnisse des Marktfoschers, die unter dem Titel Mobile Processor Review erschienen sind, decken den weltweiten Markt für Mobile Merchant Market Processors, einschließlich Anwendungs-, Baseband- und Zentral- Prozessoren ab.

MIDs überschreiten die Milliarde-Marke bis 2013

posted 10.12.2009 by Nelli

Im Jahr 2009 gab es mehr als 450 Millionen mobile Internet User - diese Zahl sollte sich jedoch bis Ende des Jahres 2013 mehr als verdoppeln, so die Prognose des Marktforschers IDC im aktuellen Worldwide Digital Marketplace Model and Forecast.

Das explosive Wachstum ist durch Verfügbarkeit und Popularität von Smartphones und anderen mobilen Endgeräten zu erklären sowie dadurch, dass die mobilen Betriebssysteme immer besser werden.

“Die Zahl der mobilen Endgeräte mit Internet-Anschluss ist in den letzten paar Jahren regelrecht explodiert”, so John Gantz, Chief Research Officer bei IDC. “Mit der Vielzahl an Informationen und Diensten, die von überall abrufbar sind, verändert der mobile Internetzugang unser privates und berufliches Leben. Mit der Explosion der Apps, die gerade stattfindet, wird sich in den nächsten Jahren die Art, wie die Nutzer mit dem Internet interagieren,  rundlegend verändern und die Grenzen zwischen Privatem und Beruflichem weiter verwischen.”

Die populärsten Online-Aktivitäten der mobilen Internet-Nutzer sind denen der stationären Internet-User ähnlich: Benutzung von Suchseiten, Lesen von News und Sport Informationen, Herunterladen von Musik und Videos,  Verschicken und Erhalten von Emails sowie Instant Messaging. In den kommenden vier Jahren sollten besonders die Bereiche Online Shopping, Teilnahme an Online Communities und das Bloggen die größte Zahl von Applikationen entstehen lassen, so IDC. Der Zugriff auf Geschäftsanwendungen und Firmen-Email wird ebenfalls stark zunehmen, da die die Unternehmen das mobile Arbeiten vermehrt fördern.

Der Markt für Ultra-Mobile Geräte wächst weiter

posted 29.10.2009 by Nelli

ABI Research hat uns diese Woche einige spannende Einsichten in die Welt des mobile Internet gewährt (die Studie „Augmented Reality: Adding Information to Our View of the World” haben wir euch bereits vorgestellt). Hier eine weitere Prognose:

ABI Research erwartet, dass die Zahl der Ultra-Mobilen Geräte - der Produktsparte, die Ultra-Mobile PCs, Netbooks, mobile Endgeräte und andere mobile elektronische Geräte beinhaltet - im Jahr 2014 385 Millionen Einheiten erreichen wird.

Jeff Orr, Senior Analyst bei ABI Reserach, sagt voraus, dass in aufstrebenden Märkten die Möglichkeit eines Durchbruchs für ARM-basierte, Linux-betriebene Geräte besteht, wenn dieses Wachstum anhält. Eine Premium-Kategorie der Netbooks mit größeren Bildschirmen und besserer Konnektivität wird sich dadurch etablieren.

Orr betonte, dass mobile Endgeräte zum Einstecken weiterhin ein perspektivvolles Produktsegment bleiben werden, solange der Markt sich in der Entwicklungsphase befindet. Es gibt beispielsweise Tablet-PC-ähnliche Geräte sowie Modelle mit ausschiebbaren Tastaturen.

„Dennoch existiert die Gefahr, dass der Markt für mobile Endgeräte verschwindet, eher er die Chance bekommen hat zu reifen, da Smartphones immer mehr an Popularität gewinnen und die meisten, wenn nicht alle, Aufgaben der mobilen Endgeräte übernehmen können”, fügte er hinzu. Zusätzlich betont ABI, dass die Grenzen zwischen mobilen Endgeräten und Smartphones immer unschärfer werden, seitdem letztere auch über Spracherkennung verfügen.