Holiday Shopping: Mobile Web Benchmark

posted 03.12.2009 by Nelli

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Shopping via Mobile Internet wird immer beliebter - das gilt besonders im US-amerikanischen Raum. Nicht von ungefähr wird Weihnachten 2009 von Experten als „Mobile Shopping’s First Christmas” zelebriert.
Die Ergebnisse einer kürzlich veröffentlichten Benchmark-Studie (01.11.2009 - 15.11.2009) dürfen daher gerade für die Mobile Internet-Shopper unter euch von Interesse sein: Gomez, die Web Performance Unit von Computerware, USA, hat darin mobile Web-Seiten der insgesamt 14 größten Einzelhändler nach ihrer Performance verglichen. Als absoluter Gewinner hat sich die mobile Seite von Amazon erwiesen: Sie ließ sich am schnellsten, und zwar innerhalb von 2,8 Sekunden, laden.
Die mittlere  Response Zeit lag bei 4,7 Sekunden - 50 Prozent langsamer als die Response Zeit der E-Commerce Seiten der gleichen Einzelhändler im stationären Internet. Laut Gomez lagen die Ladezeiten der getesteten Seiten zwischen 2,8 und 6,9 Sekunden.
Die Verfügbarkeit (Uptime) der mobilen Seiten lag im Durchschnitt bei 98,74 Prozent - im Vergleich dazu liegt die durchschnittliche Verfügbarkeit für Webseiten der Händler im stationären Web bei 99,76 Prozent. Zwar mag es einem vorkommen, dass die Differenz von nur wenigen Sekunden keinen großen Unterschied ausmacht, doch sind die Erwartungen, die Online Shopper an mobile Webseiten haben, groß.  So stellte eine von Gomez unter 1000 mobile Web Nutzer durchgeführte Umfrage heraus, dass die meisten User erwarten, dass sich die mobilen Seiten genauso schnell oder sogar schneller als „traditionelle” Webseiten laden. Die Hauptbeschwerde, die von den Respondenten geäußert wurde, waren dabei zu lange Ladezeiten. 85 Prozent gaben an, sie würden nicht mehr als zwei Mal eine mobile Seite betreten, bis sie endlich geladen wurde falls es anfängliche Probleme damit gab. 40 Prozent meinten sogar, sie würden stattdessen lieber auf die mobile Seite der Konkurrenz gehen.

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„Diesjährige Weihnachstzeit verspricht der erste richtige Test der Performance mobiler Seiten im Bereich des Einzelhandels zu werden”, so Matt Poepsel von Gomez. „Und da wir wissen, dass Online Shopper eine niedrige Toleranz gegenüber langen Wartezeiten für Online Shopping Webseiten im stationären Internet haben, ist es recht interessant, zu schauen, ob die User die Geschwindigkeit für die Bequemlichkeit des mobilen Surfens und Shoppens zu opfern bereit sind”. Die meisten Einzelhändler haben laut Gomez noch viel Arbeit vor sich, was die Verbesserung ihrer mobilen Web Performance betrifft. Auch in Europa. Geschieht das nicht, riskiert der Handel einen mobile Internet affinen Teil der Kundschaft zu verlieren.

Mobile Consumer Study: Anstieg der Non-Voice-Kommunikation

posted 17.11.2009 by Nelli

Laut der diesjährigen Ausgabe der Mobile Market View Studie der BIA/Kelsey Group, einer US-amerikanischen Local-Media-Space-Advisory, werden heutzutage mobile Endgeräte stärker als je zuvor für Non-Voice-Kommunikation also E-Mail, SMS und die Nutzung von mobilem Internet eingesetzt. Die Entwicklung ist vor allem der Verbreitung von Smartphones zu verdanken.

16,7 Prozent der im Oktober befragten mobile Internet User haben vermehrt soziale Netzwerke wie etwa MySpace oder Facebook besucht (im Jahr 2008 waren es lediglich 9,6 Prozent). 18,5 Prozent der Nutzer haben sich von ihren Endgeräten aus ins Internet eingeloggt, um in ihrer näheren Umgebung nach Produkten und Dienstleistungen zu suchen. Die lokale Suche (Local Search) übersteigt dabei bei weitem die Ausser-Haus-Markt-Suche (Out-of-Market Search), die mit 10 Prozent beinahe halb so häufig eingesetzt wurde.

Ein weiteres Studienergebnis: Die Anzahl der Heavy User der Non-Voice-Kommunikation (User, die mehr als zehn Mal pro Woche auf das mobile Internet zugreifen) ist stetig gewachsen und macht zur Zeit mehr als ein Fünftel aller mobilen User aus.

Einige Zahlen:

  • 48,2 Prozent der mobilen User haben mehr als zehn SMS pro Woche verschickt oder bekommen,
  • 21 Prozent haben mehr als zehn Mal pro Woche das mobile Internet von ihren Endgeräten aus genutzt
  • 20 Prozent haben wöchentlich zehn E-Mails oder mehr geschrieben beziehungsweise erhalten

Zudem ist die Nutzung der mobilen Endgeräte zum Sehen oder Verschicken von mobilen Videos stark gewachsen: Unter anderem haben 17,7 Prozent der Nutzer Videos entweder selbst verschickt oder zugesendet bekommen. Den höchsten Traffic hatten dabei User-Generated-Videos.

„In dem Zeitraum zwischen der ersten und der dritten Ausgabe der Mobile Market View haben Konsumenten ihre Nutzung der Non-Voice-Kommunikation verdoppelt”, resümiert Rick Ducey, Chief Strategy Officer bei BIA/Kinsley. Diese Entwicklung kennzeichnet eine rasante und fundamentale Veränderung der Media Nutzung, die sicherlich auch den europäischen Markt betrifft.

Android feiert seinen ersten Geburtstag

posted 21.10.2009 by Nelli

Heute hat der mobile Browser, der ein Jahr zuvor von Google als eine freie und quelloffene Plattform gelaunched wurde, Geburtstag. Das Betriebssystem kann bereits nach einem Jahr seiner Existenz einige Erfolge vorweisen - hier nur ein paar Zahlen, die für sich sprechen:

12 Endgeräte, 32 Mobilfundkanbieter, 26 Länder!

Laut den vor kurzem von AdMob, einem Mobile-Ad-Anbieter, veröffentlichten Statistiken liegt der Marktanteil des OS global bei sieben Prozent, in Grossbritannien etwa sind zehn Prozent der Smartphones damit ausgestattet. Aus der Statistik geht ausserdem hervor, dass Android-Nutzer durchschnittlich 9,1 Applikationen im  Monat herunterladen.

Thomas Schulz, Geschäftsführer Europa und Mittelostasien bei AdMob, betonte, dass das offene OS die Entwicklung qualitativ hochwertiger Handsets und der Mobil-Technik insgesamt gefördert hat. „Androids Offenheit hat die Evolution der Mobilindustrie von stark kontrollierten Datendiensten zu zunehmend offenen Zugängen beschleunigt. Das hat eine Reihe populärer Geräte auf den Markt gebracht und die Nutzung mobiler Daten- und Internetdienste erhöht”, so Schulz.

Das neue Release 2.0 (liebevoll Eclair genannt), das in der nahen Zukunft auf den Markt kommt, wird dem Betriebssystem sicherlich zu weiteren Erfolgen verhelfen.

Mobile Internet User: Facts & Figures

posted 28.09.2009 by Nelli

Die Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (Agof) hat vergangene Woche im Rahmen der dmexco- Messe, die vom 24.09.09 bis zum 25.09.09 in Köln stattgefunden hat, einige Details zur neuen Reichweitenstudie mobile facts (mobile facts Studienmodell) vorgestellt. Der Sonderbericht, der mit  den Ergebnissen der September-Befragung ergänzt wurde, basiert auf den Befunden der Probeerhebung, die seit April 2009 läuft.

Hier einige Daten und Fakten zu den Ergebnissen der Piloterhebung:

- Geschlecht der Nutzer des mobilen Internets: Mit 60,5% liegen Männer  klar vor den Frauen (39,5%).

- Altersstruktur: die 20- bis 29-Jährigen (Nutzeranteil von 23 Prozent), gefolgt von den 40- bis 49-Jährigen (20,3%) und den 30-bis 39-Jährigen (16,3%).

- Bildungsgrad: hier dominieren Hochschulabsolventen (60,7%) und Nutzer mit Mittlerer Reife (24,6%).

- Beliebteste Form der mobilen Internetnutzung für mehr als die Hälfte der Mobile Surfer (52,8%): Kommunikation (E-Mail, Blogs, Foren, Twitter etc.), Abruf von News zum Weltgeschehen (48,4%) und von lokalen Nachrichten (43,0%), Reiseplanung und -buchung (31,7%), das Nutzen von Fachdiensten wie z.B. Börsennews (31,3%).

- Benutzte Tarifmodelle: Mobile-Flatrates machen 37,7% der gemessenen Nutzungsvorgänge bzw. Seitenaufrufe  aus (+4,5%-Punkte im Vergleich zum Vorjahr). Laut Agof wird sich diese Gruppe in den kommenden Jahren kontinuierlich vergrößern: 21,1 Prozent der User planen künftig eine mobile Flatrate zu nutzen.

- Einstellung gegenüber der mobilen Werbung: Rund 40 Prozent (39,7%) der Mobile User nehmen Werbung bewusst wahr, rund 30 Prozent (28,5%) gaben an, auf interessante Werbung zu klicken oder die Website des Anbieters zu besuchen, falls die Werbung unterhaltsam ist. Das zeigt, dass mobiles Internet von seiner Nutzerschaft, sowie im Hinblick auf seine Leistungskraft als Werbemedium ein wichtiger Kommunikationskanal geworden ist.

Anfang 2010 startet die Agof mit der Regelerhebung, und in der ersten Hälfte des gleichen Jahres feiert die mobile facts die offizielle Premiere - dann erhalten wir sicherlich einige spannende Einblicke in die Welt des mobilen Internets.

Zeitungsverlage sehen große Chancen im mobilen Internet

posted 23.09.2009 by Nelli

Zeitungs-Sites gehören weltweit zu den beliebtesten mobilen Internet-Angeboten. Laut den Ergebnissen einer Studie, die vor kurzem von der nordamerikanischen Auflagen- und Reichweitenermittlung Audit Bureau of Circulations (ABC) durchgeführt worden ist, steigen Investitionen der Verlagshäuser in mobile Dienste momentan stärker denn je. Es wird für viele Zeitungsverlage immer wichtiger, dass die Leser auf die Inhalte der Zeitungen und Magazine auch von ihren mobilen Endgeräten aus zugreifen können.

Demnach glaubt die Mehrheit (rund 80 Prozent) der insgesamt 372 befragten Entscheider, dass die Nutzung mobiler Endgeräte in den nächsten drei Jahren noch stärker zunehmen wird. Mehr als 70 Prozent behaupten, dass die mobilen Technologien im laufenden Jahr bereits intensiver genutzt wurden als im Vorjahr. Beinahe die Hälfte (44 Prozent) der Teilnehmer gaben an, dass der Zugriff über mobile Endgeräte ihren Website-Traffic verbessert hat: die Zahl der Visits auf den einzelnen Verlags-Websites ist dadurch um bis zu zehn Prozent gestiegen. audit-bureau-circulations-abc-percentage-publications-format-website-mobile-september-20091

Fazit: Die Mehrheit der Entscheider in den großen Verlagshäusern geht davon aus, dass sich das Geschäft zunehmend auf das Internet und Webinhalte verlagern wird. Auch hierzulande zeichnet sich dieser Trend ab: auf immer mehr Zeitungs- und Magazininhalte kann man auch mobil zugreifen.

Netbooks: die größte Revolution der letzten Jahre

posted 16.09.2009 by Nelli

Laut einer aktuellen Untersuchung des Technologie-Marktanalysten Canalys durchlebt die PC-Industrie gerade die dramatischste Veränderung der letzten 15 Jahre: die Auswirkungen des Erfolg der Netbooks auf den Rest der PC-Industrie sind immens. Im Vergleich zu den anderen Sparten des PC-Marktes sind die Netbooks derzeit - nur 18 Monaten nach der Markteinführung - der einzige Bereich, der Zuwächse verzeichnen kann. Allein im ersten Halbjahr 2009 konnten weltweit rund 13,5 Millionen Exemplare der handlichen Mini-Notebooks verkauft werden.

Sie haben sich mittlerweile als zusätzliches Gerät neben Desktop-PC und Notebook durchgesetzt. Die Experten von Canalys erwarten zudem, dass im Laufe des nächsten Jahres die Unterschiede zwischen Smartphones, Notebooks und Netbooks sich weiterhin verwischen werden.

Eine Umfrage unter 3.000 Europäern im August hat ergeben, dass Netbooks dreimal häufiger an öffentlichen Orten wie Cafes, Parks und Zügen als Notebooks genutzt werden. 45 Prozent der Netbook-Besitzer gaben zudem an, ihr Netbook bereits in den Urlaub mitgenommen zu haben. Um dem Trend zur verbreiteten Nutzung der Mini-Notebooks gerecht werden zu können, werden immer mehr Webportale auch für Netbooks optimiert.

In der Region Asien/Pazifik sei die Entwicklung etwas langsamer als in Europa, dem Nahen Osten und Afrika, wobei in Europa eher Mobilfunkverträge, in Asien dagegen Wertkarten üblich sind. Daher seien die Stützungen durch die Mobilfunker in Europa auch höher als in Asien, so Canalys.

Die größten Gewinner der „Netbook-Revolution” sind die Pioniere Asus und Acer (zwei aktuelle Modelle haben wir bereits vor einigen Tagen vorgestellt), sowie HP und Samsung, die frühzeitig entsprechende Modelle entwickelt und mit cleveren Marketing-Strategien schnell hohe Verkaufszahlen erreicht haben. Asus hatte schon 2007 mit dem Eee PC 4G das erste echte Netbook in den Handel gebracht.

Und auch die Vertriebsmodelle werden revolutioniert: Über 50 Telekommunikationsgesellschaften haben mittlerweile mobile Pakete bestehend aus Netbook und UMTS-Vertrag im Angebot. Somit haben Netbooks nicht nur die PC-Industrie umgekrempelt, sondern auch neue Impulse für die Mobilfunker gebracht - und umgekehrt.

Web-Radio immer beliebter

posted 10.09.2009 by Nelli

Das Internet nimmt zunehmend Einfluss auf die klassischen Medien - diese Entwicklung macht  auch vor dem Hörfunk nicht halt. Radiohörer weltweit empfangen ihre Programme heutzutage nicht mehr ausschließlich über Antenne oder Kabel, sondern zunehmend als Web-Stream.

Einer aktuellen Studie der Bitkom zufolge hören hierzulande inzwischen 16 Millionen Menschen Online-Radio. Dieser Erfolg des Web-Radios liegt auf der Hand: Den Nutzern stehen tausende Sender in meist sehr guter Sound-Qualität zur Verfügung, egal ob es sich um reine Internetsender oder bereits bekannte Radiosender handelt. Praktisch alle Radiokanäle stellen ihr Programm mittlerweile auch als Online-Stream zur Verfügung.

Seit das Internet nicht mehr nur per Kabel verfügbar ist, sondern auch fast überall per Funk, ist es nur konsequent, dass auch Internet-Radios mobil werden. Wer zu Hause im Web Radiosender aus aller Welt hört, vermisst irgendwann auch unterwegs die Programmvielfalt aus dem Netz.

Zum Glück ermöglicht einem heutzutage eine Vielzahl mobiler Endgeräte, wie etwa Smartphones oder mit Surfstick ausgestattete Laptops einen kinderleichten Zugriff auf Websender. Dank Breitband-Internet und kostengünstigen Flatrates ist das mobile Hören von Online-Radio in letzter Zeit immer beliebter geworden. „Diese Voraussetzungen begünstigen, dass die Internetradionutzung steigt und bald sicher so selbstverständlich sein wird, wie heute ein mobiles Gespräch mit dem Handy”, so Thorsten Kirmes, Hamburger Experte für Internet-Radio.

Wir dürfen uns also im Bereich auf einige spannende Innovationen gefasst machen: Pandora etwa hat vor kurzem eine Web-Radio-App speziell für den Android-Market (erstmal nur in den USA erhältlich) entwickelt, mit all den auch von Blackberry oder Windows Mobile bekannten Features, die auch über EDGE sehr flüssig und ohne spürbares Buffern laufen sollte. In naher Zukunft sollten diese oder ähnliche Anwendungen sicherlich auch in Europa erhältlich sein.

Immer mehr Möglichkeiten zum mobilen Surfen

posted 07.09.2009 by Nelli

Moderne Endgeräte ersetzen bei Routinearbeiten im Internet immer häufiger den heimischen PC - das ist das Ergebnis der  vor kurzem veröffentlichten Untersuchung der Technologieberatung Accenture, in deren Rahmen 3 063 Internetnutzer in Deutschland befragt wurden.

Demzufolge haben 62 Prozent der Nutzer E-Mails und Nachrichten über ihr Mobiltelefon von zuhause abgerufen (im Jahr 2008 waren es 41 Prozent). Nur 55 Prozent sind ins mobile Netz gegangen, während sie unterwegs waren (2008: 64 Prozent).

Insgesamt verwenden heute 33 Prozent der Mobile-Web-User ihr Handy täglich, um online zu gehen, - im Jahr 2008 waren es nur 22 Prozent. Touchscreen-Handys-Besitzer weisen mit 41 Prozent eine noch höhere Nutzungsintensität auf.

Einer der Faktoren, die die Entwicklung hin zu mobilen und weg von stationären Geräten beträchtlich begünstigt hat, ist die Verbreitung der Flatrate-Mobilfunkangebote. 35 Prozent der befragten Mobil-Surfer gehen heute mit einer Daten-Flatrate ins Netz.

Zudem führen mobile Endgeräte wie etwa Smartphones (z.B.das Palm Pre), Netbooks, sowie Laptops mit Surfstick-Unterstützung allgemein zur Aufweichung der alten Grenzen zwischen den Endgeräten: „Aus der Konkurrenz der Geräte entwickelt sich ein Kampf der Ökosysteme”, so Dr. Nikolaus Mohr, Geschäftsführer im Bereich Communications & High Tech bei Accenture. Die diesjährige IFA, die noch bis zum 09.09.09 läuft, zeigt diese Trends deutlich.

Breitbandausbau kommt in Fahrt

posted 26.08.2009 by Nelli

In letzter Zeit gab es in Deutschland einige positive Entwicklungen im Bereich der Breitbandversorgung. Laut den Ergebnissen der aktuellen Umfrage des Verbandes der Anbieter für Telekommunikations- und Mehrwertdienste (VATM), sind 266 Unternehmen derzeit bei der Erschließung der weißen Flecken aktiv und bieten maßgeschneiderte Technologielösungen in den einzelnen Regionen an. Durch aktive Zusammenarbeit der lokalen Kommunen mit kleinen und mittleren Unternehmen des IHK-Sektors konnten bisher 2400 Gemeinden und Ortsteile mit Breitband versorgt werden.

Jürgen Grützer, Geschäftsführer des VATM,  teilte mit,  dass die Ausbaugeschwindigkeit bis Ende dieses Jahres nochmals zulegen werde. Die Lösung für die Versorgung ländlicher Gegenden mit schnellen Internet-Zugängen liege eindeutig im Wettbewerb.

“Außerdem wird die Umsetzung des Infrastrukturatlasses viele Synergien und Erleichterungen bringen. Die Nutzung der Digitalen Dividende für mobiles Internet wird die Versorgung mit Highspeed-Internet in den Regionen nochmals beschleunigen. Beide große Satellitenbetreiber bringen auf Breitbandkommunikation spezialisierte Satellitensysteme ins All, die mit enormen Kapazitäten auch die Anbindung der abgelegenen Regionen noch attraktiver macht”, so Grützer.

Fördermaßnahmen dagegen laufen häufig viel zu bürokratisch - das Ziel des deutschlandweiten Breitband-Internets könnte wohl am besten dadurch erreicht werden, dass die Steuermittel nur punktuell eingesetzt würden und Wettbewerb entstehen könnte. Nordrhein-Westfalen bietet ein gutes Beispiel dafür, wie auch in schwierig zu versorgenden Gebieten Glasfaser wirtschaftlich erfolgreich ausgebaut werden kann. Die Strategie lautet: mit Funk zum Glas - erst ein sehr schneller, kostengünstiger Ausbau, danach Highspeed im Netz als konsequente zweite Bauphase.

Mobiles Internet wird universeller Assistent

posted 21.08.2009 by Nelli

Das  mobile Internet wird sich langfristig als nützliches Alltagsmedium durchsetzen - darüber ist man sich in der mobilen Branche einig. Das bestätigen auch die Ergebnisse der aktuellen Studie Mobile Outlook 2009 - 2010” des eco Verbands der deutschen Internetwirtschaft. Vor zwei Monaten hat eco den ersten Teil der Studie „Trends” bekanntgegeben. Nun ist der zweite Teil der Studie „Anwendungen und Geschäftsmodelle” veröffentlicht worden.

Laut den Ergebnissen der Umfrage von rund 100 Branchenexperten, schreite die Evolution des mobilen Internets vom passiven Informationsmedium zum nützlichen Helfer fort. Die Mehrheit der Befragten (67%) geht davon aus, dass E-Mail und Instant Messaging die wichtigsten massentauglichen Funktionen sein werden. „Die Möglichkeiten der neuen Smartphones sind verstanden worden - hier etabliert sich das Handy als echter Alleskönner und das nicht nur bei den Geschäftskunden”, so Dr. Bettina Horster von eco. Die Experten gehen davon aus, dass aufgrund von zunehmender Verbreitung von Smartphones die Themen Sicherheit, Datenschutz und Spam auf dem Handy bald eine dominierende Rolle spielen werden.

Dicht gefolgt werden die oben beschriebenen Anwendungen von Location Based Services (LBS) bzw. Navigation (63%), sowie mobilem Web 2.0 (38%). Den Zahlen des eco zufolge stieg die Nutzungsrate der mobilen Portale von Facebook, StudiVZ und Co. via Handy oder Laptop mit Surfstick um gut 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Das Web 2.0 ist im mobilen Sektor angekommen”, kommentiert Dr. Bettina Horster. „Hier und bei den Location Based Services gibt es gute Nachrichten für Entwickler, auch wenn die Umsätze noch recht klein sind. Wer hier dran bleibt und die Geschäftsmodelle hinter den Anwendungen gut durchdenkt, hat zukünftig als kleiner und mittelständischer Anbieter gute Chancen.”