Bei der Abdeckung mit Breitband-Internetanschlüssen sind wir mittlerweile spitze. Das sieht auch der Präsident der Bundesnetzagentur Matthias Kurth im Tätigkeitsbericht 2008/2009 der so: “60 Prozent der Haushalte nutzen einen Breitbandanschluss. Wir haben inzwischen alle großen Flächenländer wie Frankreich, England, Spanien und Italien beim Breitbandwachstum überholt und liegen weit über dem europäischen Durchschnitt”. Und weiter: “Nur kleinere Mitgliedsländer wie Luxemburg, Holland und Dänemark haben pro Kopf der Bevölkerung mehr Breitbandanschlüsse.”
Auch wenn sich die Dynamik der letzten Jahre deutlich abgeschwächt hat, ist die Entwicklung im Breitbandmarkt weiterhin durch Wachstum gekennzeichnet. Die Gründe für das verminderte Wachstum sieht Kurth allerdings nicht in der Wirtschaftskrise: “Die abflachende Wachstumskurve dürfte weniger der Wirtschaftkrise geschuldet sein als mehr der Tatsache, dass sich die Nachfrage nach Breitbandanschlüssen langsam der Sättigungsgrenze nähert.
Bewegung im Mobilfunkmarkt
Die Umsätze der Mobilfunkanbieter sind zwischen 2003 und 2008 nahezu unverändert geblieben, während sich das abgehende Verkehrsvolumen im gleichen Zeitraum um 145 Prozent erhöht hat. “Dies sind deutliche Hinweise auf einen bemerkenswerten Wettbewerb, der sich nicht nur auf niedrige Preise, sondern vor allem auch auf die Qualität hochwertiger Dienste bezieht. Grundlage der hohen Wettbewerbsintensität bildet eine Marktstruktur, die durch relativ ausgeglichene Verhältnisse geprägt ist. So stehen hierzulande vier Netzbetreiber in Konkurrenz zueinander, von denen keiner einen Marktanteil von über 37 Prozent besitzt”, sagte Kurth.
Während bei den Teilnehmerzahlen Sättigungseffekte deutlich werden, ist beim mobil abgewickelten Gesprächsvolumen ein deutliches Wachstum zu beobachten. So hat sich die Anzahl der (abgehenden) Verbindungsminuten zwischen 2005 und 2008 verdoppelt. Dies verdeutlicht die zunehmende Festnetz-Mobilfunk-Substitution. Der Anteil der mobilen Verbindungen am gesamten Gesprächsvolumen hat sich kontinuierlich von 14 Prozent im Jahr 2004 auf etwa 30 Prozent im Jahr 2008 mehr als verdoppelt.
Enormes Wachstum bei den Mobilen Datendiensten
Auch im Mobilfunk spielt Breitband inzwischen eine bedeutendere Rolle. Mehr als 15 Prozent aller Teilnehmer nutzen inzwischen regelmäßig Datendienste über UMTS. Während sich die Anzahl der regelmäßigen UMTS-Nutzer von 2005 bis 2008 fast versechsfacht hat, ist das übertragene Datenvolumen im gleichen Zeitraum um mehr als das Fünfzigfache gestiegen. Für 2009 wird nochmals mit einem starken Anstieg des Datenvolumens gerechnet. Neben gesunkenen Preisen für die mobile Datennutzung tragen auch der breite Ausbau der UMTS-Netze und die gestiegene Anzahl passender Endgeräte zu der verstärkten Nutzung bei.
Der Tätigkeitsbericht 2008/2009 kann auf den Internetseiten der Bundesnetzagentur unter www.bundesnetzagentur.de heruntergeladen werden.