Immer mehr Möglichkeiten zum mobilen Surfen

posted 07.09.2009 by Nelli

Moderne Endgeräte ersetzen bei Routinearbeiten im Internet immer häufiger den heimischen PC - das ist das Ergebnis der  vor kurzem veröffentlichten Untersuchung der Technologieberatung Accenture, in deren Rahmen 3 063 Internetnutzer in Deutschland befragt wurden.

Demzufolge haben 62 Prozent der Nutzer E-Mails und Nachrichten über ihr Mobiltelefon von zuhause abgerufen (im Jahr 2008 waren es 41 Prozent). Nur 55 Prozent sind ins mobile Netz gegangen, während sie unterwegs waren (2008: 64 Prozent).

Insgesamt verwenden heute 33 Prozent der Mobile-Web-User ihr Handy täglich, um online zu gehen, - im Jahr 2008 waren es nur 22 Prozent. Touchscreen-Handys-Besitzer weisen mit 41 Prozent eine noch höhere Nutzungsintensität auf.

Einer der Faktoren, die die Entwicklung hin zu mobilen und weg von stationären Geräten beträchtlich begünstigt hat, ist die Verbreitung der Flatrate-Mobilfunkangebote. 35 Prozent der befragten Mobil-Surfer gehen heute mit einer Daten-Flatrate ins Netz.

Zudem führen mobile Endgeräte wie etwa Smartphones (z.B.das Palm Pre), Netbooks, sowie Laptops mit Surfstick-Unterstützung allgemein zur Aufweichung der alten Grenzen zwischen den Endgeräten: „Aus der Konkurrenz der Geräte entwickelt sich ein Kampf der Ökosysteme”, so Dr. Nikolaus Mohr, Geschäftsführer im Bereich Communications & High Tech bei Accenture. Die diesjährige IFA, die noch bis zum 09.09.09 läuft, zeigt diese Trends deutlich.

Mobiles Internet kann innovative Spielformen entstehen lassen

posted 20.08.2009 by Nelli

Kurz vor dem Start der Computerspielemesse Gamescom gestern in Köln hat der Hightech-Verband Bitkom eine Studie „Spielend unterhalten - Wachstumsmarkt Electronic Games” vorgestellt. Computer- und Videospiele erreichen hinsichtlich der Art der Spiele, ihrer Nutzung und der dafür benötigten Technologie einen neuen Entwicklungsstand.

Durch die hohen Wachstumsraten in den vergangenen Jahren ist die Spielebranche wirtschaftlich zu einem bedeutenden Faktor der Medienindustrie geworden (darüber haben wir vor kurzem berichtet). „Allein in Deutschland gebe es inzwischen 21 Millionen Bundesbürger, die am PC, auf der Konsole oder dem Handy spielen”, sagte Achim Berg, Vizepräsident des Verbandes. «Damit nutzt gut jeder vierte Bundesbürger über 14 Jahren digitale Spiele.» Die durchschnittliche Spielzeit pro Woche läge bei 5,4 Stunden.

Nach Auffassung von Professor Jürgen Fritz von der Fachhochschule Köln sind Computerspiele in letzter Zeit zum Kulturgut der Gesellschaft geworden. “Ein Kulturgut ist für mich besonders bemerkenswert, wenn es in spezifischer Weise das widerspiegelt, was unsere Gesellschaft auszeichnet”, so der  Medienwissenschaftler.

Mit neuen Spielekonzepten hätte die Branche viele Menschen gewinnen können, die sich bislang nicht als «Gamer» bezeichnet hätten. „Die digitalen Spiele der Zukunft sind kaum zu vergleichen mit den Computerspielen der Vergangenheit”, so Achim Berg. “Dank neuer Bedientechnologien und dem kollektiven und vernetzten Spielen verschmelzen virtuelle und reale Welt. Die Spieler werden zum Teil des Geschehens. Mittlerweile begeistern sich auch Menschen für digitale Spiele, die sich nicht als Gamer bezeichnen würden. Im Durchschnitt werden Spieler älter und weiblicher.”

Die meisten neuartigen Spielarten wären ohne die rasante Entwicklung des mobilen Internets der letzten Jahre nicht denkbar. Zu den neuen Spieltrends gehören Partyspiele, Serious Games (bei dieser Spielform steht Lernen im Vordergrund) oder Gelegenheitsspiele, sogenannte Casual Games. Die letzteren erhielten zudem mit der neuen Generation der mobilen Endgeräte (ganz besonders Smartphones oder etwa mit Surfsticks ausgestatteten Laptops) weiteren Antrieb. Schnelles, mobiles Internet und attraktive Zusatzfeatures wie die GPS-gestützte Ortsbestimmung werden sicherlich weitere innovative Spielformen und Einsatzmöglichkeiten entstehen lassen.