Ein Blick in die Zukunft der mobilen Prozessoren gefällig?
Die internationale Nachrichtenagentur Reuters berichtete heute, dass der mobile Markt für die Halbleiterindustrie das Marktsegment mit der höchsten Wachstumsrate ist. Die wachsenden Anforderungen von modernen Endgeräten wie Smartphones, MIDs und Mini-Notebooks in Bezug auf Funktionalität, Programmierbarkeit und Konnektivität führen in letzter Zeit immer mehr zu einem Wechsel von den älteren Technologien hin zu neuartiger Prozessorenart: Merchant-Market-Prozessoren. Diese bieten mehr Integration und bessere Performance und reduzieren gleichzeitig die Kosten und Entwicklungszeiten der OEMs (Original Equipment Manufacturer’s) von mobilen Geräten. US-Amerikanisches Marktforschungsinstitut In-Stat erwartet ein jährliches Wachstum von mehr als 22% für Merchant-Market-Prozessoren im mobilen Segment.
“Integration ist der wesentliche Trend für zukünftige Multi-Core-Geräte (Anm.: mehradrige Prozessoren) “, so Jim McGregor von In-Stat. Dies bedeutet insbesondere für das mobile Internet eine beschleunigte Entwicklung und Marktreife von Geräten für Inhalte mit Highend-Anforderungen im Bereich Grafik / Multimedia. Bis zum Jahr 2013 sollten 87% der Smartphones mit solchen Prozessoren ausgestattet sein.
o2 öffnet sich für Skype und VoIP im Allgemeinen. Das kündigte gestern der o2-Europa-Chef Matthew Key an:
“Wir werden nicht versuchen, das aufzuhalten, wenn die Kunden das nachfragen”, ließ er verlauten.
Bisher ist das Telefonieren über VoIP bei o2 durch die Nutzungsbedingungen der Internet-Packs untersagt. Jedoch kamen in den vergangenen Monaten immer mehr Handy-Geräte auf den Markt, die bereits mit VoIP-Applikationen aufwarteten. So löste die Markteinführung des N 97 seinerzeit beinahe einen kleinen Eklat bei Vodafone und T-Mobile aus. Aber auch bei vielen anderen Smartphones lassen sich diese Applikationen problemlos auf das Handy herunterladen. Außerdem hat vor einigen Monaten eine Untersuchung von Steria Mummert Consulting ergeben, dass die Sorge der Mobilfunkbetreiber, VoIP könne ihr Kerngeschäft in Mitleidenschaft ziehen, unbegründet sei, da schon bald die Einkünfte für das mobile Internet die eventuell entstehenden Einbußen aufwiegen werden.
Nun werden bei o2 also die Konsequenzen gezogen und das Telefonieren über Skype und andere VoIP-Programme via Surfstick oder Smartphone wird in Zukunft offiziell erlaubt sein. Wann diese neue Regelung in Kraft treten soll und ob es, wie auch bei anderen Mobilfunkanbietern, Sondertarife für die VoIP-Nutzung geben wird, wurde noch nicht bekannt gegeben.
Ab dem 01.07.09 treten bei o2 neue Tarife für Telefon- und Datenroaming in Kraft. Diese entsprechen den EU-Standardvorgaben, die vor einiger Zeit verabschiedet wurden.
Die Kosten für die Mobile Internet Nutzung im Ausland verändern sich dadurch folgendermaßen:
Der User zahlt im EU-Ausland pro 10 KB 7 Cent, allerdings nur solange bis eine Kostengrenze von 15 € pro Tag erreicht ist (entspricht etwa 2,1 MB). Bis zu einer Grenze von 50 MB surft der Nutzer von da an kostenlos. Werden mehr als 50 MB an Daten übertragen, fallen Kosten von 2 Cent/pro 10 KB zusätzlich an.
Trotzdem sollte man im Urlaub auch weiterhin genau im Auge behalten, in welchem Umfang man das mobile Internet verwendet. Zumindest bis die Auslands-Datenflat, die ein o2 Manager kürzlich ins Gespräch brachte, fest ins Produktportfolio aufgenommen wird.
Wer sich für die neuen Tarife für Telefonie und SMS ins Ausland interessiert, kann sich hier darüber informieren.
Korrektur: Durch den freundlichen Hinweis von Peter (siehe Kommentare) ist mir aufgefallen, dass ich ein bisschen übereifrig war und sich lediglich die Telefonie-Roaming Gebühren verändert haben. Trotzdem stellt der Artikel dar, wie Datennutzung im Ausland von o2 derzeit abgerechnet wird.
Frequenzbereichszuweisungsplanverordnung: Hinter diesem Unwort verbirgt sich eine Entscheidung der Bundesregierung, die einen großen Fortschritt für das mobile Internet bedeuten könnte. Durch die Neuverteilung von Frequenzen, die durch die Digitalisierung des Rundfunks frei geworden sind, soll in Deutschland bald flächendeckend Breitband-Internet zugänglich sein.
Bevor die Frequenzen allerdings neu belegt werden können, muss noch der Bundesrat im Mai der Verordnung zustimmen. Die Zusage ist aber wahrscheinlich, da die Verordnung Teil einer größeren „Breitbandstrategie“ ist, die das Ziel verfolgt, bis 2010 alle Haushalte in Deutschland mit schnellem Internet zu versorgen. Das hat auch Angela Merkel vor Kurzem in ihrem Video-Podcast bekannt gegeben.
Priorität hat nach den Wünschen der Bundesregierung vor allem die Schließung der Versorgungslücken in den ländlichen Gebieten. Es soll verhindert werden, dass diese Regionen wegen der eingeschränkten Internetverbindung immer stärker wirtschaftlich abgehängt werden.
Wird der Verordnung von den Bundesländern zugestimmt, könnten die freigegebenen Frequenzen ab dem kommenden Jahr genutzt werden.
UPDATE:
Am Freitag nun fand die Abstimmung im Bundestag über die Freigabe der sogenannten digitalen Dividende statt. Das überraschende Ergebnis: Eine Zustimmung fand zunächst nicht statt. Stattdessen vertagte man die Entscheidung. Grund dafür waren laut golem.de “zu viele Unklarheiten”. Gemeint sind neben Problemen, die für Funkmikrofone entstehen, welche im fraglichen Frequenzbereich senden, auch Sorgen der Fernseh-Kabelnetzbetreiber, die bei Nutzung der freigewordenen Frequenzen Signalstörungen befürchten.
Das nächste Mal auf die Tagesordnung soll die Abstimmung nun bei der nächsten Bundesratssitzung, die am 12. Juni stattfindet, gesetzt werden. Mal sehen, ob bis dahin alle “Unklarheiten” beseitigt sind. Gut für die Zeitplanung, bis 2010 alle Haushalte mit Breitband-Internet zu erreichen, kann die Verzögerung in jedem Fall nicht sein.
UPDATE 2 (15.06.09)
Am Freitag (12.06.) hat nun auch der Bundesrat der Neuverteilung der unbelegten Frequenzen zugestimmt. Im nächsten Schritt muss nun die Bundesnetzagentur Vergaberegeln festlegen und die Frequenzen ausschreiben. Dann werden sie höchstbietend versteigert.
Für die Probleme, die die Abstimmung beim ersten Anlauf verhindert hatten, sind im Vorfeld der Abstimmung Lösungen gefunden worden. Frequenzen von Fernsehsendern und Funkmikrophonen, die durch die Neuverteilung gestört werden könnten, sollen ebenfalls umgelagert werden. An den entstehenden Kosten dafür, will sich der Bund beteiligen.
Somit steht dem Vorhaben der Bundesregierung schnellstmöglich die Breitband-Versorgungslücken in den ländlichen Gebieten Deutschlands zu schließen, fürs erste nichts mehr im Wege.
Die o2 Surfstick Tour ist nun schon seit ein paar Wochen beendet. Auf dieser kleinen Reise haben wir viele Eindrücke gesammelt und natürlich auch bildlich festgehalten. Auf unserer Reise haben wir an folgenden Orten Station gemacht:
Frankfurt am Hauptbahnhof an der Uni und bei careerbuilder
Gestern war Julian aus Berlin bei uns zu Gast: Er hat beim o2 Surf Stick Gewinnspiel eines der vier Apple MacBooks gewonnen und eine Reise nach Hamburg unternommen, um seinen Preis entgegen zu nehmen. Nochmals herzlichen Glückwunsch!
Außerdem hat Hermann (der Gewinner des ersten MacBooks) uns ein paar Bilder geschickt, die das Auspacken seines Gewinnes zuhause dokumentieren. Vielen Dank!
Übrigens hat auch Hermann einen Blog: Unter Bremen für lau schreibt er regelmäßig über Veranstaltungen in und um Bremen.
Unser Test an der Uni Hamburg hat die Übertragungsqualität des o2 Surf Stick einmal wieder auf die Probe gestellt: Ist es möglich, über mobiles Internet Flash--Spiele gegeneinander zu spielen?
Den Nachmittag hat unser Promoteam an der Stage School Hamburg verbracht. In der Musical-Kaderschmiede fanden wir kreative und gut gelaunte Tester, die den o2 Surf Stick gern für ihre Zwecke gebrauchten: Wie lang braucht ein gut trainierter Musicalschauspieler, um eine Choreografie aus einem Video einzustudieren?
Nachdem ich den o2 Surf Stick in der letzten Woche schon in der Hamburger U-Bahn getestet habe, hatte ich mir für meinen zweiten Test andere Terrains ausgesucht - morgens auf dem Social Web Breakfast im east und abends im Fitnesscenter. Beide Locations waren, wie Ihr seht, voll UMTS fähig. Ich werde am Wochenende mit meinem Kollegen noch weitere unmögliche Orte zum mobilen Surfen aufsuchen. Am Montag geht es auf das Eis. Wenn Ihr auch unmögliche Orte zum mobilen Surfen kennt, schickt uns einfach Eure Fotos oder Ideen an unseren Twitterstream
Gestern auf dem Weg vom Büro nach Hause fiel mir in der U-Bahn auf, dass ich mich noch nicht zum Social Media Breakfast im east am morgigen Freitag angemeldet hatte. Als fleißiger Blogger, der sein Arbeitsgerät immer am Mann hat, habe ich das Experiment gewagt und den o2 Surfstick in der U-Bahn getestet. Hamburgs U-Bahn-Schächte haben sich dabei als sehr UMTS surffreundlich erwiesen und ich konnte mich erfolgreich anmelden, fotografieren und twittern.